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Investmentchancen nach dem Rebound

Die breiten Marktindizes haben ungewöhnlich stark zugelegt, doch nicht alle Anlageklassen haben sich schnell erholt.

Von Robert W. Sharps, Head of Investments und Group Chief Investment Officer, bei T. Rowe Price

Die Widerstandsfähigkeit des Markts gegen die Pandemie war aussergewöhnlich. Der S&P-500-Index fiel zwar von seinem Rekordhoch am 19. Februar bis zu seinem Tiefstand im März so schnell wie nie zuvor. Aber die Erholung verlief ebenfalls im Rekordtempo: Am 22. August markierte der Index ein neues Rekordhoch, wobei nur 126 Handelstage von Höchststand zu Höchststand vergingen. Trotz dieses kräftigen Anstiegs gibt es noch immer einige interessante Anlagemöglichkeiten. Opportunitäten bieten beispielsweise Banken und Grundstoffwerte, die sich gewöhnlich in einem Aktienzyklus schon sehr früh gut entwickeln. Im Finanzsektor etwa sind die Bewertungen massiv gesunken, weil sich die Anleger über die Risiken sorgen, die für die Banken von notleidenden Krediten ausgehen. Niedrigere Zinssätze haben die Kreditmargen gedrückt und den Sektor weiter belastet. Einige Unternehmen verfügen über Kostensenkungspotenzial. Chancenreich erscheinen auch die Schwellenländer mit ihren jungen und schnell wachsenden Bevölkerungen. Indien und Vietnam etwa zeichnen sich durch strukturelles Wachstum und niedriger Verschuldung aus.

Auf die Rotation zwischen Wachstums- und Substanzwerten vorbereitet sein

Die Bewertungslücke zwischen Growth und Value hat im Zuge des deutlichen Kursanstiegs der Internet-Giganten und der Profiteure der «Stay at Home»-Ökonomie den höchsten Stand seit Anfang der 2000er Jahre erreicht. Diese Kluft könnte künftig kleiner werden. Chancen bieten beide Kategorien, obwohl das allmähliche Hochfahren der Wirtschaft letztlich vor allem Substanzwerte begünstigen dürfte. Die Geschichte legt nahe, dass die Wende dramatisch sein könnte, wenn sie kommt. Anleger sollten insbesondere Industrieunternehmen mit soliden langfristigen Wachstumsaussichten ins Auge fassen, die derzeit mit zyklischen Problemen konfrontiert sind, aber über gute Cashflows verfügen. Zudem eröffnet der anhaltende Handelsstreit zwischen den USA und China viele neue Chancen für Unternehmen mit Sitz in anderen Ländern. Europäische Firmen beispielsweise dürften dem chinesischen Riesen Huawei grosse Marktanteile für 5G-Telekommunikationsausrüstung wegnehmen.

Attraktive Renditen an den Obligationenmärkten möglich

Mit Blick auf die Anleihenmärkte dürften die Spreads von Hochzinsanleihen gegenüber US-Treasuries in den nächsten Monaten stabil bleiben, sofern sich die Weltwirtschaft weiter erholt. Anleger sollten dann weiterhin attraktive laufende Erträge erzielen können. Potenzial bieten Emittenten, deren Anleihen wegen der Marktturbulenzen zwar massiv abverkauft wurden, die aber über ausreichende potenzielle Cashflows verfügen, um den Sturm zu überstehen. Die Pandemie hat zwar auch dem globalen Automobilmarkt zugesetzt, doch einige Automobilzulieferer sind günstig bewertet und auf dem Weg der Erholung. Gleichwohl werden viele weniger widerstandsfähige Firmen nicht überleben. Es ist davon auszugehen, dass in diesem Jahr rund 9% der US-High Yield-Emittenten zahlungsunfähig werden. In Europa droht etwa 5% der High-Yield-Emittenten ein ähnliches Schicksal1.

1Quelle: Internes Research von T. Rowe Price

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