Unternehmen / Schweiz

ISS wehrt sich gegen mehr Transparenz

Der weltgrösste Stimmrechtsberater wendet sich gegen eine von der Schweizer Börse geplante Richtlinie, die vor allem ihn betrifft.

(AWP) Der weltgrösste Stimmrechtsberater ISS will seine Doppelrolle bei Firmen nicht öffentlich machen. Die von der Schweizer Börse geplante Transparenzrichtline fördert laut ISS gar die Voreingenommenheit bei Stimmrechtsempfehlungen, wie «Finanz und Wirtschaft» bereits berichtete.

Die Schweizer Börse SIX will mit der Richtlinie mehr Transparenz schaffen. Dies nachdem Stimmrechtsberater, allen voran die internationale ISS, an der letzten Generalversammlungssaison wegen ihrer Doppelrolle unter Beschuss geraten sind.

Denn bei einigen Firmen fungiert ISS nicht nur als Stimmrechtsberaterin der Investoren, sondern berät gleichzeitig die Firmen in Sachen Corporate Governance. Es gab Vorwürfe, dass ISS GV-Anträge ablehnte und Unternehmen dann die eigene Beratung anpries – de facto, dass Stimmrechtsempfehlungen käuflich wären.

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