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Ist es an der Zeit, das Risiko zu reduzieren?

Brendan Mulhern

In einer Reihe von Posts erläutert Brendan Mulhern, globaler Stratege im Real Return-Team von Newton, eine BNY Mellon-Gesellschaft, das aktuelle Investmentklima. Er vertritt die Auffassung, dass das volkswirtschaftliche Umfeld wahrscheinlich nicht noch besser werden wird. Nachfolgend geht er der Frage nach, ob sich der aktuelle Investmentzyklus allmählich seinem Ende zuneigt.

Nr. 1: Der Konjunkturzyklus

Irland-Reisenden dürfte der folgende abgedroschene Witz bekannt sein: Ein Tourist, der sich im dichten irischen Nebel verirrt hat, kommt an eine Kreuzung und fragt einen alten Mann, in welcher Richtung Dublin liegt. Der alte Mann hält inne und antwortet dann: «Also (ALSN 150.6 1.76%) wenn ich du wäre, würde ich nicht von hier dorthin aufbrechen.»

Für Brendan Mulhern, Leiter Strategie bei Newton, einer BNY Mellon-Gesellschaft, gilt das gleiche auch für den aktuellen Konjunkturzyklus: Wenn man auf der Suche nach weiterem Aufwärtspotenzial ist, sollte man das nicht unbedingt jetzt tun. Schliesslich liegt die Arbeitslosigkeit momentan – neun Jahre nach dem Ausbruch der globalen Finanzkrise – weltweit auf Rekordtiefs, während die Kapazitätsauslastung ebenso hoch ist wie die Unternehmensgewinne. Kein idealer Ausgangspunkt, zumal die längsten zyklischen Aufwärtsphasen immer unmittelbar nach einem Konjunkturabschwung einsetzen – sprich, wenn falsch allokiertes Kapital vernichtet worden ist und die Arbeitslosigkeit hoch und die Kapazitätsauslastung niedrig sind.

Merr Risiko wegen Boom?

Mulhern ergänzt: «Angesichts des zyklischen Aufschwungs, der seit Mitte 2016 zu beobachten ist, hat sich am Markt die allgemeine Auffassung durchgesetzt, dass die Weltwirtschaft immer mehr Fahrt aufnimmt – und dass es nun angeraten ist, immer mehr Risiko einzugehen. Diese Einschätzung teilen wir nicht. Obwohl wir es mit einem relativ schwachen Konjunkturzyklus zu tun haben – der zu dem beigetragen hat, was als »meistgehasster Haussemarkt der Geschichte« bezeichnet wird – ist die »konjunkturelle Reserve« aber lediglich moderat. Dies spricht dafür, dass sich der Wirtschaftszyklus mittlerweile wirklich seinem Ende zuneigt. Vor diesem Hintergrund wären Anleger unserer Meinung nach gut beraten, auf einen zurückhaltenden Investmentansatz zu setzen.»

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