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Italien kappt Wachstumsprognose und hebt Defizitziel an

Die italienische Regierung hat ihre Finanzziele für 2019 nach unten korrigiert. Die Koalition erwartet nur noch 0,2% Wachstum.

(Reuters) Die italienische Regierung hat ihre Wachstumsprognose für dieses und kommendes Jahr gekappt. Sie geht nach Angaben vom Dienstag nun für 2019 nur noch von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,2% aus. Im Dezember hatte sie 1,0% in Aussicht gestellt. Das Defizitziel schraubte die Regierung im Gegenzug auf 2,4% des BIP nach oben. Im Dezember hatte die Koalition aus rechter Lega und populistischer Fünf-Sterne-Bewegung sich nach langem Gezerre mit der EU noch auf 2,04% festlegen lassen, weil diese die ursprünglich von Rom vorgeschlagene 2,4-Prozent-Zielmarke als zu hoch abgelehnt hatte.

Die Wachstumsprognose für 2020 senkte die Regierung auf 0,8% von zuvor 1,1%. Beim Defizit peilt sie 2,1% an, nachdem sie zuletzt noch von 1,8% ausgegangen war.

Die nach Deutschland und Frankreich drittgrösste Volkswirtschaft der Eurozone war in der zweiten Jahreshälfte 2018 in die Rezession gerutscht. Der Notenbank zufolge hielt der Abwärtstrend zu Beginn dieses Jahres an, wie ihr Chef Ignazio Visco kürzlich in Rom sagte. Das Land ächzt unter einem gewaltigen Schuldenberg.

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