Märkte / Anleihen

Italiens Zinsrisiko ist nicht ökonomischer Natur

Der starke Anstieg der Anleihenrenditen setzt Italiens Schuldentragfähigkeit aufs Spiel. Zwei Untersuchungen geben nun Entwarnung – allerdings mit Vorbehalt.

Als grösster Staatsschuldner Europas ist Italien mehr als andere Euroländer finanziell exponiert. Das Land muss einen Schuldenberg von 2700 Mrd. € am Markt finanzieren. Das Ende der jahrelangen Tiefzinsphase heisst auch, dass die Schonfrist für den Staatshaushalt vorüber ist.

Einen Vorgeschmack darauf, was auf die Regierung zukommt, lieferten die vergangenen Monate. Die Verzinsung (Rendite) richtungsweisender zehnjähriger Staatsanleihen schoss von 0,75% auf vorübergehend mehr als 4%. Kein Wunder, hat in der Öffentlichkeit die Befürchtung zugenommen, dass Italien dem Anstieg der Zinskosten nicht gewachsen ist.

Zinsanstieg ist verkraftbar

Zwei unabhängig voneinander entstandene Studien, die diese Woche erschienen, geben indes Entwarnung. Italien sei durchaus in der Lage, einen dauerhaften Renditeanstieg auf etwa 5% zu meistern, argumentiert Jörg Angelé vom Vermögensverwalter Bantleon. Nur wenn die Zinsen über 5% steigen sollten und dort verharren, werde es finanzpolitisch schwierig, resümiert Jack Allen-Reynolds von Capital Economics.

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