Märkte / Makro

Italien steht vor einer unsicheren Zukunft

Die wirtschaftspolitischen Risiken lassen den Aktien- und Anleihenmarkt noch erstaunlich unberührt.

Der Graben zwischen den beiden Koalitionspartnern in Italien ist doch grösser, als es bisher den Anschein hatte. Am Wochenende trafen sich die Spitzen der Fünf-Sterne-Bewegung M5S und Lega in Mailand zu Verhandlungen. An deren Ende teilten sie der Öffentlichkeit mit, man sei bereit, um dem Staatspräsidenten die konkrete Regierungsmannschaft und das Programm vorzulegen. Nur einen Tag später war alles Makulatur. Man benötige noch mehr Zeit, um sich zu einigen, wurde am Montag aus Rom kommuniziert.

Offenbar geht es nicht nur um die Verteilung der Ministerposten und die Frage, wer Premierminister werden soll. Sondern die beiden Protestparteien weichen auch in zentralen Teilen des Programms substanziell voneinander ab. Der Anspruch, alles radikal anders zu machen als die bisherigen Regierungen, erfordert eine schlagkräftige Regierungsmannschaft und sichere Mehrheiten im Parlament. Beides scheint zu schwinden. Die Partner begegnen sich misstrauisch, und unter den Parlamentsabgeordneten steigt die Unzufriedenheit über den eingeschlagenen politischen Kurs.

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