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IWF erwartet für 2020 wieder stärkeres Wachstum

Die wirtschaftliche Abkühlung dürfte sich Anfang 2019 fortgesetzt haben, im Jahresverlauf sollte es laut IWF aber eine Erholung geben.

(Reuters) Der Internationale Währungsfonds rechnet nach einer Schwächephase bald wieder mit einer Konjunkturerholung. Die Weltwirtschaft werde 2019 nur noch um 3,3% zulegen, nächstes Jahr dann aber um 3,6% und damit ähnlich stark wie 2018, teilte der IWF am Dienstag mit. Produktionsdaten der Industrie und die Befragung von Einkaufsmanagern deuteten darauf hin, dass die erste Jahreshälfte 2019 schwächer verlaufen dürfte als die zweite. Für viele wichtige Industrie- und Schwellenländer ist der IWF pessimistischer als noch im Januar, in Frankreich unter anderem wegen der «Gelbwesten»-Proteste, in Grossbritannien wegen der weit verbreiteten Brexit-Unsicherheit.

Beispiel Deutschland: Hier rechnet der IWF 2019 nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von 0,8% – in etwa halb so viel wie 2018. Im kommenden Jahr dürfte es aber schon wieder mit 1,4% bergauf gehen. Die jetzigen Prognosen liegen aber 0,5 beziehungsweise 0,2 Prozentpunkte unter der Januar-Schätzung. Der Währungsfonds verwies auf Probleme der Autobranche und eine schwächere Nachfrage der Verbraucher.

Für die Zeit nach 2020 traut der IWF der Weltwirtschaft ein stabiles Niveau von rund 3,6% zu. Allerdings gibt es zahlreiche Risiken wie die von US-Präsident Donald Trump entfachten Handelsstreitigkeiten, Folgen eines womöglich ungeordneten EU-Ausstiegs der Briten und eine neue Schuldenkrise in Italien. Im Handelsstreit verwies der IWF aber auch auf die jüngsten Entspannungssignale zwischen den USA und China – einer der Gründe, warum die Weltwirtschaft 2020 wieder an Dynamik gewinnen sollte.

Trump hatte zuletzt gesagt, ein Handelsabkommen mit China sei innerhalb von etwa vier Wochen denkbar. Er wirft der Volksrepublik unfaire Handelspraktiken vor und hat Strafzölle verhängt, die die Regierung in Peking gekontert hat. Trump hat auch der EU wiederholt mit Sonderabgaben auf Autos gedroht, was vor allem Deutschland treffen würde. Zudem drohten die USA nun wegen des Vorwurfs illegaler Beihilfen für den europäischen Flugzeugbauer Airbus (AIR 114.98 -2.69%) mit Zöllen auf weitere EU-Produkte.

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