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J.P. Morgan verstösst schwer gegen Geldwäschereigesetz

Die Finma schliesst ein Enforcementverfahren gegen J.P. Morgan Schweiz ab. Es geht um den Korruptionsskandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB.

(AWP) Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) hat im Zusammenhang mit dem Skandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB das Enforcementverfahren gegen J.P. Morgan abgeschlossen.

Die Bank habe aufgrund ungenügender Abklärungen von in der Schweiz gebuchten Geschäftsbeziehungen und Transaktionen im Umfeld des malaysischen Staatsfonds 1MDB und einem seiner Geschäftspartner schwer gegen die Geldwäschereibestimmungen verstossen, heisst es in einer Mitteilung am Donnerstag.

Es wurden keine finanziellen Massnahmen oder geschäftlichen Einschränkungen gegen die Bank verhängt. Das Verfahren wurde bereits Ende Juni abgeschlossen. Die Verfügung der FINMA wurde nicht angefochten und ist rechtskräftig.

Die Finma wird das Kontrollsystem der Bank im Bereich Geldwäscherei einer grundlegenden Überprüfung unterziehen, heisst es weiter. Zu diesem Zweck setzt sie einen Prüfbeauftragten ein, der vor Ort die Angemessenheit und das Funktionieren der Kontrollen evaluiert und laufend überwacht.

Insgesamt hat die Finma im Zusammenhang mit den Korruptionsfall um den malaysischen Staatsfonds 1MDB sieben Verfahren geführt. Dabei wurde die Privatbank Coutts mit 6,5 Mio. Fr. sanktioniert, die Auflösung der BSI nach der Übernahme durch EFG (EFGN 7.48 0.94%) International verfügt und bei der Falcon Bank neben einer Geldsanktion die Geschäftstätigkeit stark eingeschränkt. Das Verfahren gegen die UBS (UBSG 14.15 0.14%) wurde mit einer Rüge eingestellt.

Bei rund zwei Dutzend Banken wurden Abklärungen durchgeführt. Gegen insgesamt neun Institute resultierten daraus sogenannte Enforcementverfahren.

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