Unternehmen / Finanz

Jagd auf Einhörner

Der Technologiewandel bringt Versicherungen dazu, auf die Jagd nach neuen Verkaufskanälen zu gehen und Versicherungs-Start-ups zu suchen.

«Was hundertdreiundfünfzig Jahre lang funktioniert hat, funktioniert aufgrund des Technologiewandels je länger, desto weniger.» Mit dieser Aussage erklärt Adrian Honegger, Strategiechef von Baloise, weshalb der Versicherer seit 2017 mindestens ein Dutzend Partnerschaften und Beteiligungen angekündigt hat. So bauen die Basler ihre Öko­systeme «Home» und «Mobility» aus, über welche sie näher zu ihren Kunden kommen wollen. Darunter sind etwa ein ­Umzugsunternehmen, eine Versicherungstechnologiespezialistin aus Kalifornien und der Möbelhändler Pfister.

Bei der Jagd nach neuen Verkaufskanälen und der Suche nach Versicherungs-Start-ups, die das Geschäftsmodell der Zukunft gefunden haben könnten, ist Baloise nicht allein: Helvetia hat schon 2016 die Mehrheitsbeteiligung am Hypothekenvermittler Moneypark übernommen und ist in Chargery investiert. Das Jungunternehmen aus Berlin kümmert sich unter anderem mit mobilen Ladestationen um die Flotten von Elektrofahrzeugen, die man in verschiedenen Deutschen Städten über Apps mieten und auf beliebigen freien Parkplätzen wieder abstellen kann. Die deutlich grössere Zurich hat derweil zusammen mit dem Autoimporteur Amag und dem hiesigen Telecom-Marktführer Swisscom in Autosense investiert, ein Zürcher Unternehmen, das Autos mit einer App verknüpft, die zum Beispiel frühzeitig vor Schäden warnen soll.

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