Unternehmen / Konsum

James Murdoch kann bei MCH Group an Bord

Analyse | Der Rechtsstreit ist beigelegt. Nun erhält die Messebetreiberin eine wichtige Geldspritze.

Wären das normale Zeiten, würde bei der MCH Group nun Aufbruchstimmung herrschen: Nach einer grossen juristischen Extrarunde haben sich die Messebetreiberin, der Investor James Murdoch und der kritische Grossaktionär Erhard Lee doch noch geeinigt. Murdoch kann wie geplant einsteigen und muss den restlichen Aktionären kein Übernahmeangebot machen, wenn seine Lupa Systems bei der Kapitalerhöhung einen Anteil von über einem Drittel erreicht. MCH fliessen durch die Transaktion insgesamt bis zu 104,5 Mio. Fr. zu.

Die Situation bleibt trotz bevorstehender Geldspritze herausfordernd. Angesichts stark steigender Coronafallzahlen in Europa und den USA sowie strengerer Schutzmassnahmen haben sich die Perspektiven für das Messe- und Veranstaltungsgeschäft wieder eingetrübt. Die Finanzen von MCH bleiben deshalb ein zentrales Thema. Der Cashbestand dürfte bis zum Jahresende von zuletzt 98 Mio. Fr. auf 50 Mio. Fr. fallen. Die Eigenkapitalquote betrug Ende Juni noch rund 5%. Da ist die Rekapitalisierung zwar hochwillkommen. Aber das Wohl der Messebetreiberin liegt nur begrenzt in den Händen des Managements und der Aktionäre, solange das Virus zirkuliert. MCH rechnet erst im zweiten Quartal 2021 wieder mit internationalen Messen. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?

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