Unternehmen / Industrie

Jan Jenisch: «Wirtschaftlich ist das Schlimmste überstanden»

Jan Jenisch, CEO von LafargeHolcim, zum ersten Semester und zu den Perspektiven des Zementproduzenten.

Herr Jenisch, die Coronakrise hat auch LafargeHolcim getroffen, die Einbussen sind markant. Wie beurteilen Sie das erste Semester?
Wir haben die Krise bisher sehr gut gemeistert. Die Bauindustrie wurde früh getroffen. Im April wurden weltweit sehr viele Baustellen geschlossen. Im Juni haben wir im Umsatz das Vorjahresniveau jedoch schon wieder übertroffen. Das ist deutlich über unseren Erwartungen.

Sie haben es trotz diesen Einbussen geschafft, im Free Cashflow einen neuen Rekord zu erzielen. Was steckt dahinter?
Wir haben schon Mitte März den Aktionsplan «Health, Cost & Cash» gestartet, den wir weltweit umsetzen. In diesem Rahmen haben wir Kosten und Mittelabflüsse reduziert. Die Krise ist gleichsam über Nacht gekommen, sie verschwindet von der Nachfrage her aber auch rasch wieder. Da ist es sehr wichtig, sich auf den Cash zu konzentrieren, grosse Restrukturierungen sind da weniger ein Thema. Die Kosten haben sich dann schon im Mai und Juni unterproportional entwickelt. Wir werden das Programm im zweiten Halbjahr fortsetzen.

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