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Japan-Aktien für den Börsenolymp

Während sich in Tokio die besten Athleten messen, wartet der Aktienmarkt auf den Durchbruch. Doch es gibt Kaufgelegenheiten.

Am Sonntag werden die letzten Athleten in Tokio ihre Medaillen entgegennehmen. Die Champions an der japanischen Börse zu küren, ist hingegen nicht so leicht. Land und Wirtschaft sind in einiger Hinsicht Sonderfälle. FuW zeigt, worauf Anleger achten müssen, und nennt ihre Favoriten.

«Die Olympischen Spiele werden wahrscheinlich nur geringe Auswirkungen auf Wirtschaft und Aktienmarkt haben», sagt Cédric Le Berre, Spezialist für japanische Aktien bei der Schweizer Privatbank UBP. Die Regierung hat wegen der Coronapandemie ausländische Zuschauer von den Spielen ausgeschlossen und den Notstand bis zum 22. August verlängert. So hat sich die japanische Wirtschaft noch immer nicht vollständig aus der Krise gekämpft. Der Internationale Währungsfonds traut dem Land 2021 ein Wachstum von 3,3% zu. In den USA werden 6,8% und in der Eurozone 4,7% erwartet. Für Japan wäre es aber immer noch die stärkste Expansion seit 2010.

Gesunde Gewinne

«Japan steckt in einem langfristigen Phänomen fest», sagt Carlos Casanova, Ökonom bei UBP mit Schwerpunkt Asien. In den 1990ern platzte eine riesige Banken- und Börsenblase und stürzte das Land in eine lange Krise. Mit einer radikalen Politikänderung suchte Ex-Premier Shinzo Abe in den 2010er-Jahren den Ausbruch. Seine «Abenomics» verbanden Konjunkturprogramme mit massiven Wertpapierkäufen der Zentralbank (Bank of Japan, BoJ). Das Wachstum drehte zwar in den positiven Bereich, doch es schwächelt bis heute. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?