Märkte / Makro

Japan erwacht aus dem Dornröschenschlaf

Shinzo Abes expansive geld- und fiskalpolitischen Ziele sollen die Konjunktur anheizen und den Yen schwächen. Von diesen Massnahmen profitieren Exportwerte, Bau- und Bankaktien am meisten.

Martin Fritz, Tokio

Mit einem Erdrutschsieg bei den Unterhauswahlen kehrt die Liberaldemokratische Partei LDP mit dem Vorsitzenden Shinzo Abe in Japan an die Macht zurück. Der Aktienindex Nikkei avancierte vor und nach den Wahlen, der Aussenwert des Yens fiel weiter.

Die jüngste Rally basiert auf der Erwartung eines Kurswechsels zu «Abenomics»; so werden die wirtschaftspolitischen Pläne von Wahlsieger Shinzo Abe genannt. Abe will mit mehr Staatsausgaben und einer expansiveren Geldpolitik die Deflation beenden und den Yen schwächen. Die Bank of Japan soll ihr Inflationsziel auf 2% verdoppeln und ihr Assetkaufprogramm kräftig auch auf ausländische Anleihen ausweiten. Ein fallender Yen resultiert in höheren Gewinnen der Export­firmen, sodass der Aktienmarkt anzieht.

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