Märkte / Makro

Japan überrascht mit starken Wachstumszahlen

Im ersten Quartal legt das Bruttoinlandprodukt annualisiert 2,1% zu. Analysten hatten mit einem Minus gerechnet.

(Reuters) Die japanische Wirtschaft ist im ersten Quartal trotz schwächelnder Exporte überraschend gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte zwischen Januar und März aufs Jahr hochgerechnet um 2,1% zu, wie aus am Montag veröffentlichten Regierungsdaten hervorgeht. Damit beschleunigte sich das Wachstum, obwohl Analysten mit einem Minus von 0,2% gerechnet hatten. Ende 2018 war die nach den USA und China drittgrösste Volkswirtschaft der Welt um 1,6% gewachsen. Experten warnen allerdings vor einem drohenden Konjunkturabschwung.

Zu dem unerwarteten Ergebnis trug der Aussenhandel entscheidend bei: Die Exporte schrumpften zwar angesichts der schwächeren Weltkonjunktur und des Handelsstreits der USA mit China um 2,4% zum Vorquartal und damit so stark wie seit 2015 nicht mehr. Da aber die Importe zugleich um 4,6% einbrachen und damit so kräftig wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr, schob der Aussenhandel das Wachstum an. Zugleich investierten die Unternehmen weniger, während die Verbraucher ihren Konsum leicht einschränkten.

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