Märkte / Aktien

Japanische Aktien im Höhenflug

Die Notenbank ist nun der grösste Aktienbesitzer des Landes. Dagegen halten sich ausländische Anleger zurück.

Martin Fritz, Tokio

Zwei Jahre lang dauerte die Seitwärtsbewegung des japanischen Aktienmarktes. Nun hat er eine neue Dynamik entwickelt. Der Nikkei 225 steht erstmals seit 1991 knapp unter 27’000 Yen, der Nikkei 400 nähert sich dem Allzeithoch von Anfang 2018, der marktbreite Topix baut sein Jahreshoch aus.

Ein Antreiber und zugleich Nutzniesser der Rally ist die Bank of Japan (BoJ): Einerseits kauft sie als Reaktion auf die Pandemie Indexfonds auf Aktienindizes für bis 12 Bio. Yen jährlich, doppelt so viel wie vorher. Andererseits hat sie gemäss einer Schätzung des Datenanbieters Bloomberg einen Kursgewinn von knapp 30% auf den Buchwert ihres ETF-Portfolios erzielt– der Gewinn liegt zuletzt bei 35,1 Bio. Yen (300 Mrd. Fr.). Damit hätte die BoJ den Pensionsfonds GPIF als grössten Aktienbesitzer in Japan abgelöst. Der Wechsel an der Spitze überrascht nicht, da der GPIF kein frisches Kapital mehr erhält – die Rentenauszahlungen sind höher als die Einzahlungen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?