Unternehmen / Ausland

Gerüchte um Teilverkauf von Linde-Praxair

Insidern zufolge wollen die beiden Industriegashersteller vor ihrer geplanten Fusion Unternehmensteile verkaufen. Favorit sei der japanische Konzern Taiyo Nippon Sanso.

(Reuters) Die Industriegashersteller Linde und Praxair wollen Insidern zufolge vor ihrer geplanten Fusion europäische Firmenteile an strategische Investoren verkaufen. Favorit für Vermögenswerte von insgesamt mehr als 4 Mrd. $ sei der japanische Konzern Taiyo Nippon Sanso, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters.

Demnach setzen Linde und Praxair für die europäischen Firmenteile auf Interessenten aus der Branche, um von den Kartellwächtern eine Genehmigung für ihre Fusion zu bekommen. Den Insidern zufolge könnten der Finanzinvestor CVC Capital Partners und die hessische Gasfirma Messer noch immer zum Zuge kommen. Die Finanzinvestoren Carlyle, Onex und Blackstone kommen demnach für die US-Geschäfte infrage. Die Gebote müssen bis Montag eingegangen sein. Als möglicher Interessent für das Oberflächengeschäft von Praxair wurde in der Vergangenheit auch Oerlikon gehandelt.

Die Münchner Linde (LIN 190.1 -0.08%)-Gruppe und Praxair aus dem US-Staat Connecticut bieten eine Vielzahl von Gasen von Sauerstoff bis Helium an. Die beiden Konzerne hatten sich vor einem Jahr auf einen Zusammenschluss im Volumen von 80 Mrd. $ geeinigt. Das neue Unternehmen würde mit einem Umsatz von 29 Mrd. $ die französische Air Liquide überholen und hätte 88’000 Mitarbeiter. Mit dem Verkauf von Firmenteilen hoffen Linde und Praxair, Bedenken der Kartellbehörden zu zerstreuen.

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