Märkte / Makro

Japans Geldpolitik im Zwangskorsett

Der Zentralbank fehlt der Handlungsspielraum, um die fallende Inflation wieder anzukurbeln und den Yen zu schwächen.

Martin Fritz, Tokio

Zum dritten Mal in drei Quartalen hat Japans Zentralbank ihre Inflationsprognose gesenkt. Binnen sechs Monaten halbierte sie die Prognose für die Kerninflation im Fiskaljahr 2019 (ab 1. April) auf 0,9%. Hauptgrund waren die wegen des niedrigeren Ölpreises gefallenen Energiekosten.

Im dritten Quartal wurde der Abstand zum potenziellen Output (Output Gap) als breitester Preistrendindikator erstmals seit fast zwei Jahren negativ. Doch Notenbankgouverneur Haruhiko Kuroda bleibt unbeirrt optimistisch: Die Inflation werde allmählich zunehmen, aber bis zur Zielrate von 2% werde es halt dauern, erklärte der 74-Jährige. Für Anleger bedeutet dies, dass die Geldschleusen in Japan auf längere Sicht weit offen bleiben.

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