Märkte / Makro

Japans neuer Premier verunsichert die Märkte

Ausländische Investoren fürchten höhere Kapitalertragssteuer und mehr Staatskapitalismus. Doch viele Ankündigungen von Fumio Kishida sind Wahlkampfrhetorik.

Martin Fritz, Tokio

Die Wahl von Fumio Kishida zum Vorsitzenden der regierenden Liberaldemokraten (LDP) und anschliessend zum Nachfolger von Yoshihide Suga als Japans Premierminister hat eine Verkaufswelle vonseiten ausländischer Investoren ausgelöst. Auf Twitter kursierte der Hashtag #Kishida Shokku, was übersetzt Kishida-Schock bedeutet.

Denn seit seiner Wahl zum LDP-Chef am 29. September haben die Aktienindizes Nikkei 225 und Topix sechs Handelstage in Folge insgesamt rund 7% nachgegeben. Zwar wirkten sich auch externe Faktoren wie die Evergrande-Krise in China und die US-Zinsängste aus. Aber Japans Aktienmarkt rutschte deutlich stärker ab als der MSCI World, obwohl die Notenbank erstmals seit 10. Juli den Markt mit dem Kauf von Aktien-ETF extra stützte.

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