Märkte / Makro

Japans Preise steigen erstmals seit Pandemiebeginn

Der landesweite Kern-Verbraucherpreisindex (VPI) hat im September im Vergleich zum Vorjahr um 0,1% zugelegt. Die Verbraucherinflation verharrt jedoch bei null.

(Reuters)  Japans Verbraucherpreise sind im September zum ersten Mal seit dem Beginn der Coronavirus-Pandemie wieder gestiegen. Analysten gehen davon aus, dass die steigenden Treibstoffkosten die Verbraucherinflation in den kommenden Monaten beschleunigen werden. Der landesweite Kern-Verbraucherpreisindex (VPI), der die volatilen Preise für frische Lebensmittel ausschliesst, aber die Kraftstoffkosten einschliesst, stieg im September um 0,1% im Vergleich zum Vorjahr, wie die von der Regierung erhobenen Daten am Freitag zeigten. Der VPI entsprach damit einer mittleren Marktprognose von 0,1%, während im August ein Nullwachstum verzeichnet wurde.

Auch Japan hat mit der weltweiten Rohstoffinflation zu kämpfen. Die Grosshandelspreise stiegen im September auf ein 13-Jahres-Hoch von 6,3%, was die Gewinnspannen der Unternehmen unter Druck setzt und das Risiko unerwünschter Verbraucherpreiserhöhungen erhöht. Die Verbraucherinflation verharrt jedoch bei Null, da die Unternehmen weiterhin zögern, die höheren Kosten an die Haushalte weiterzugeben.

Leser-Kommentare