Märkte / Makro

Die Bank of Japan pokert noch höher

Die Aktienmärkte frohlocken: Die Anleihenkäufe von Japans Notenbank werden überraschend ausgeweitet. Sie hat nach wie vor Angst vor der Deflation.

Peter Rohner und Alexander Trentin

Die Zentralbank Japans legt nach. Nur zwei Tage nachdem die US-Notenbank Fed über das Ende ihrer Anleihenkäufe informiert hat, lockert die Bank of Japan (BoJ) ihre Geldpolitik überraschend noch weiter. Am Freitag beschlossen die Ratsmitglieder der BoJ in einem knappen Entscheid, die Geldmenge kräftiger als bisher auszuweiten. Sie soll neu 80 Bio. Yen (690 Mrd. Fr.) pro Jahr zunehmen. Bisher wurde eine jährliche Ausweitung von 60 bis 70 Bio. Yen angepeilt.

Dazu will die Notenbank mehr Wertpapiere kaufen. Der Ankauf von Staatsanleihen soll um das Volumen von 30 Bio. Yen im Jahr auf insgesamt 80 Bio. Yen erhöht werden, und neu kauft die BoJ Bonds mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren. Zudem will sie mehr börsengehandelte Aktienfonds (ETF) und Immobilientrusts  (Reit) erwerben. Die ETF-Käufe werden sich wohl nach dem Index JPX-Nikkei 400 richten, der die aktionärsfreundlicheren Titel auswählt.

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