Unternehmen / Industrie

Swiss Steel holt Jens Alder zurück

Analyse | Die Stahlgruppe braucht schon wieder einen neuen Präsidenten. Der Vorschlag irritiert nur auf den ersten Blick.

Erneut wird Swiss Steel personell durchgeschüttelt: Verwaltungsratspräsident Heinrich Christen tritt mit sofortiger Wirkung zurück. Ein Grund wird nicht genannt. Zu vermuten ist aber ein Zusammenhang mit der Affäre um die Unternehmensberatungs- und Revisionsgesellschaft EY Schweiz. Dort zählte Christen bis 2019 zum Top-Kader.

In diesem hatte sich ein Zirkel formiert, der 2018/19 versuchte, den damaligen Chef Marcel Stalder zu stürzen. Die «Handelszeitung» berichtete vor knapp drei Wochen in einer ausführlichen Darstellung der Geschehnisse davon, «aus rechtlichen Gründen» ohne Namen. Einen solchen hat die «Sonntagszeitung» über Ostern nachgeliefert: Heinrich Christen.

Nicht korrekt geht nicht

Noch mehr deutet darauf hin, dass es nicht um eine interne Sache bei Swiss Steel geht, sondern um etwas Generelleres, etwas, das beispielsweise aus Governance-Sicht einem Verwaltungsrat nicht ansteht. Das umstürzlerische Vorgehen bei EY wäre ein solcher Fall, selbst wenn es gute Gründe dafür gegeben hätte. Und es erklärte auch, weshalb Christen nicht nur als Swiss-Steel-Präsident abtritt, sondern ebenso als VR der Automobilgruppe Amag. Diese gehört Martin Haefner, der auch 51,3% an der Swiss Steel Group hält. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Hans Widmer-Helfenstein 06.04.2021 - 11:36

endlich geht es aufwärts