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Jeremy Hunt: Ein angepasster Gefolgsmann

Der neue britische Aussenminister ist nicht als Mann mit Ecken und Kanten bekannt. Dennoch hat der 51-jährige Brite keine fleckenlose Weste. 

Es ist nie ein leichtes Unterfangen, in die Fussstapfen einer polarisierenden Persönlichkeit treten zu müssen. Vor genau dieser Aufgabe steht Jeremy Hunt, der diese Woche völlig überraschend in eines der wichtigsten Regierungsämter in Grossbritannien aufgestiegen ist. Seit Montag ist der waschechte Londoner der neue britische Aussenminister, nachdem sein Vorgänger, Boris Johnson, per sofort zurückgetreten war. Der ehemalige Londoner Bürgermeister wollte die Brexit-Strategie von Premierministerin Theresa May nicht mehr mittragen.

Dies dürfte Hunt kaum schwerfallen. Er gilt innerhalb der Partei als sehr angepasster Gefolgsmann. Auf ihn und seine Loyalität wird May in der kommenden Zeit zählen dürfen. «Es ist eine grosse Ehre», twitterte Hunt nach der Ernennung. Es sei höchste Zeit, der Premierministerin den Rücken für einen guten Brexit-Deal zu stärken. «Jetzt oder nie», schob er in der 165 Zeichen langen Twitter-Nachricht nach.

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