Märkte / Aktien

«Jetzt auf Value zu setzen, wäre sehr spekulativ»

Bernhard Langer, CIO quantitative Strategien bei Invesco, beobachtet, dass sich die Volatilität als Frühwarnsystem für Börsenkrisen bewährt hat.

Herr Langer, Sie verwenden quantitative Methoden, um Portfolios zu konstruieren. Wie bewähren sie sich in der jetzigen Krise, die ja ohne historisches Beispiel ist?
Im Februar gab es noch kein Verkaufssignal für unsere taktische Allokation, immerhin kletterte der S&P 500 auf ein neues Allzeithoch. Ab Ende Februar hatte sich das Bild aber verändert. Zwei zuverlässige Seismografen der Finanzmärkte haben sich jetzt wieder bewährt: die Volatilität und die Korrelation zwischen den Anlageklassen. Wenn die Kurse anfangen zu schwanken und die verschiedenen Märkte alle in die gleiche Richtung gehen, gibt das wie bei einem Vorbeben einen Hinweis darauf, dass es zu grösseren Erschütterungen kommen kann. Diese Seismografen waren auch in anderen Zeiten, etwa der Eurokrise, sehr nützlich.

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