Märkte / Makro

Joachim Nagel: pragmatisch auf dem Stabilitätspfad

Der neue Chef der Deutschen Bundesbank steht zur Tradition der Stabilitätskultur, wenn er die aktuellen EZB-Prognosen zur Inflation skeptisch sieht.

In ihrem ersten Monatsbericht unter neuer Führung macht die Bundesbank eins sofort klar: Das neue Jahr wird mit ähnlich hohen Inflationsraten in Deutschland beginnen, wie das alte geendet hatte – also irgendwo zwischen 4 und 5%. Und das, obwohl einige Sondereffekte wie das Auslaufen der Mehrwertsteuersenkung vor Jahresfrist die Teuerungsraten nicht mehr künstlich nach oben schiebt.

Es gehört zur DNA der deutschen Zentralbank, zu ihrer berühmten Stabilitätskultur seit mehr als sechzig Jahren: Sie warnt frühzeitig, sollten sich die Inflationsrisiken verstärken oder verfestigen. Und so war es auch kein Wunder, dass der neue Präsident, Joachim Nagel, dem Ruf seines Hauses bei der Antrittsrede am 11. Januar gerecht wurde. Den wird er ab der nächsten Woche bei der ersten geldpolitischen Sitzung des Rats der Europäischen Zentralbank (EZB) in diesem Jahr als Bundesbankvertreter bewahren müssen.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?