Märkte / Makro

Jobdaten heizen Zinsspekulationen neu an

Der US-Arbeitsmarkt hat im Februar wieder an Dynamik gewonnen. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank weiter an der Zinsschraube dreht.

Die Spannung vor der nächsten Sitzung der amerikanischen Notenbank steigt. Der Arbeitsmarkt in den USA hat sich im Februar überraschend robust entwickelt und 242 000 zusätzliche Stellen geschaffen. Ökonomen hatten rund 195 000 neue Jobs erwartet. Zudem sind im Dezember und Januar 30 000 Arbeitsplätze mehr hinzu gekommen als ursprünglich vom Statistikamt BLS berechnet. Über die letzten drei Monate beläuft sich das durchschnittliche Stellenwachstum damit auf jeweils knapp 230 000. Die Arbeitslosenquote ist erwartungsgemäss auf 4,9% verharrt.

Das Federal Reserve dürfte die Daten mit Erleichterung aufnehmen. Bisher gibt es kaum Anzeichen dafür, dass die globale Konjunkturabkühlung den Arbeitsmarkt belastet. Erfreulich ist ebenfalls, dass die Erwerbsquote auf 62,9% gestiegen ist, was dem höchsten Niveau seit Mai 2015 entspricht. Allerdings basierte das Stellenwachstum primär auf den Branchen Gesundheit, Detailhandel und Gastgewerbe, wo die Löhne meist tief sind. Das ist ein Grund dafür, weshalb die Entwicklung in diesem Bereich etwas irritiert: Im Schnitt hat ein Arbeitnehmer im Februar 25.35 $ verdient. Das sind 0,1% weniger als im Januar. Das ist der erste Rückgang im Vergleich zum Vormonat seit Ende 2014.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?