Unternehmen / Ausland

John Arnold: Der Schreck der Pharmabranche

Mit Wetten im Energiegeschäft wurde John Arnold zum Milliardär. Nun fordert der ehemalige Hedge-Fund-Manager die Gesundheitskonzerne heraus.

Novartis, Roche und Pfizer müssen sich wappnen. Der Grund heisst John Arnold. Der ehemalige Hedge-Fund-Manager kämpft in den Vereinigten Staaten für eine bessere Gesundheitsversorgung. Denn kein Land gibt pro Kopf mehr aus als die USA und kann dabei so wenig vorweisen. 2017 machten die Gesundheitskosten 17% der Wirtschaftsleistung aus – auch wegen vergleichsweise hoher Medikamentenpreise. Trotzdem ist jeder zehnte Amerikaner vor dem Pensionsalter nicht versichert, und in den vergangenen Jahren ist sogar die Lebenserwartung gesunken. Das will Arnold ändern.

Seit 2014 hat der Amerikaner darum mehr als 100 Mio. $ gespendet. Vom Geld profitieren unter anderem der gemeinnützige Generikahersteller Civica Rx sowie eine Initiative, die den Patentschutz von Medikamenten herausfordert. Das ist aber erst der Anfang. Denn Arnold hat tiefe Taschen. Das Wirtschaftsmagazin «Forbes» schätzt das Vermögen des Texaners auf 3,5 Mrd. $.

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Leser-Kommentare

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Peter W. Ulli 26.02.2019 - 08:48

Die hohen Gesundheitskosten der USA sind nicht vorwiegend der Pharmabranche anzulasten. Es hat vielmehr mit dem ungesunden Lebensstil zu tun. Fettes Essen, viel Zucker, wenig Bewegung etc. verursachen da wesentlich mehr Kosten, und ohne Pillen, Spritzen und andere Produkte der Gesundheitsbranche wäre die Lebenserwartung noch einiges tiefer. Aber der Stimmenfang mit wettern gegen “big Pharma” ist zu verlockend für Washington.