Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Vorsorge
Unternehmen / Finanz

Jüngere erhalten jetzt mehr als Rentner

In der beruflichen Vorsorge hat sich die Umverteilung gedreht. Für 2021 zahlen die Pensionskassen den Erwerbstätigen mehr Zins als den Pensionierten.

Viele Jahre lang mussten die Pensionskassen mehr vom jährlichen Investmenterfolg den ­Rentnern zuschanzen als den versicherten Erwerbstätigen. Kumuliert sind es hochgerechnet um die 20 Prozentpunkte gewesen, bezogen auf den entsprechenden Teil des Pensionskassenvermögens. Jetzt geht es nach der rund 8%igen Investmentperformance 2021 in die Gegenrichtung.

Die Erwerbstätigen erhalten auf ihrem Teil des Kassenvermögens mehr als die Rentner auf ihrem. Diesem müssen die Kassen je nach gewählter Bilanzierung weiter jährlich 1 bis 2% zuschreiben, damit es für die Rentenzahlungen ausreicht. Auf den Pensionskassenguthaben der Erwerbstätigen sollte wesentlich mehr landen.

Gut 20 Prozentpunkte aufholen

Eine Zinsgutschrift im Umfang der gesamten letztjährigen Anlageperformance sollte es sein, zumindest bei den gut situierten Kassen, fordert Jürg Schiller, Präsident des Vermögensverwalters VI Vorsorgeinvest. Auch wenn nun die Erwerbstätigen mehr bekommen, müsste diese Bevorteilung einige Jahre anhalten, um die Umverteilung von Anlageergebnissen der vergangenen Jahre zu kompensieren.

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