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Julian Assange: Verzweifelter Kampf für radikale Transparenz

Mit der Enthüllungsplattform Wikileaks sorgte er in höchsten politischen Kreisen für Verstimmung. Im Kampf gegen ­Washington ist ein Etappensieg gelungen.

Aktivist, Journalist oder doch nur ein ganz gewöhnlicher Spion? Julian Assange polarisiert. Während ihn die Vereinigten Staaten wegen angeblicher Spionage vor Gericht stellen wollen, sitzt der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks in den Augen seiner Unterstützer unschuldig in Grossbritannien in Auslieferungshaft. Nun hat der 49-jährige gebürtige Australier zumindest einen Etappensieg erzielt. Ein Gericht in London hat am Montag das Auslieferungsgesuch der USA abgelehnt. Ihm drohen dort bis zu 175 Jahre Haft. Begründet wurde der Entscheid mit dem schlechten Gesundheitszustand des Angeklagten. Ihr Eindruck sei der eines depressiven und verzweifelten Mannes, der um seine Zukunft fürchtet, sagte die zuständige Richterin. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?