Unternehmen / Finanz

Julius-Bär-CEO: «Es ist wichtig, dass wir relevant bleiben»

Philipp Rickenbacher sieht die Bankbranche im Umbruch und erhofft sich, dass der Finanzplatz künftig stärker zusammenarbeitet.

Philipp Rickenbacher träumt gross. Der CEO von Julius Bär wagte anlässlich des FuW Forum Vision Bank am Mittwoch einen Ausblick auf das Vermögensverwaltungsgeschäft der kommenden Dekade – und kam zum Schluss, dass die Geldhäuser grundlegend umdenken müssen, um erfolgreich zu bleiben. Während in den vergangenen Jahren der Fokus primär auf dem Kostenmanagement gelegen habe, sei es damit in Zukunft nicht mehr getan.

Als Grund nannte Rickenbacher die enormen Veränderungen, denen die Welt als Ganzes und in ihr die Vermögensverwaltung unterworfen sei von Digitalisierung über Nullzinsumfeld und Homeoffice bis zur trüben Konjunktur. «Eigentlich hatten wir gehofft, dass sich die Finanzmärkte in diesem Jahrzehnt wieder etwas normalisieren», sagte er. «Doch dann kam Corona – und wirkte erst recht als Brandbeschleuniger.» Rickenbacher rechnet damit, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung regional extrem unterschiedlich gestalten wird und sich der Trend hin zu einer polaren Welt noch verstärkt. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?