Märkte / Makro

Kabul steckt in der Dollarklemme

Der afghanischen Notenbank gehen die Dollar aus, die Preise für Lebensmittel steigen stark, und die Währung verfällt. Die Taliban übernehmen ein Land in der Finanzkrise.

Wenn die Taliban derzeit in Kabul die Regierungsgeschäfte übernehmen, rückt eine drängende Frage auf die Tagesordnung: Wie kommt Afghanistan an die dringend benötigten Devisen, um sein enormes Auslanddefizit zu finanzieren?

Der Westen hat damit ein Druckmittel in der Hand, mit dem er die Politik der Islamisten womöglich beeinflussen kann. Es eröffnet aber Ländern wie China, Russland, Pakistan, Iran oder einigen Golfemiraten Wege, engere Beziehungen zum neuen Regime aufzubauen.

Derzeit mehren sich allerdings erst einmal die Medienberichte, wonach sich die Geldklemme im Land täglich verschärft. Die Preise für Lebensmittel steigen rapide. So sollen sich allein Mehl, Reis und Öl laut Agenturmeldungen vergangene Woche um bis zu 35% verteuert haben.

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