Märkte / Derivate

Kaffeemarkt läuft heiss

Nach jahrelangem Überangebot werden die Bohnen weltweit knapp. Die hohen Preise dürften Bestand haben.

Kaffee kostet mehr. Im Juli kletterten die Arabica-Terminkontrakte auf den höchsten Stand seit sieben Jahren, im August zogen die Preise für Robusta nach. Die hohen Notierungen dürften Bestand haben, denn am Kaffeemarkt hat sich ein «perfekter Sturm» zusammengebraut: Jahrelang tiefe Preise haben Bauern aus dem Markt gedrängt, jetzt zerstört das Wetter gleich in mehreren wichtigen Anbauregionen Teile der Ernte, und bereits gepflückte Bohnen können wegen der Coronasituation nicht verschifft werden.

Die Lagerhäuser, die nach der Rekordernte im vergangenen Jahr gut gefüllt waren, leeren sich. Eigentlich eine gute Entwicklung, zeichnete sich doch bereits 2019 ein Überangebot ab, das sich 2020 zuspitzte, als erneut ein ertragreiches Erntejahr auf weniger Nachfrage traf. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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