Märkte / Devisen

Kampf um die Währungsreserven

Der Westen setzt die russischen Währungsreserven als wirksames Druckmittel gegen Russland ein. Das Vorgehen wird weitreichende Folgen für die Reservepolitik von Zentralbanken haben.

Traditionell gelten sie als Kriegskasse der Nationen – wenn auch nur im übertragenen Sinne. Niemand hatte bis vor knapp zwei Wochen gedacht, dass die Währungsreserven eines Landes tatsächlich in den Mittelpunkt eines militärischen Konflikts rücken könnten. Mit dem russischen Einmarsch in die Ukraine hat sich das geändert.

Der Westen kann militärisch wenig ausrichten, ohne einen Nuklearkieg zu provozieren. Deshalb versucht er, Russland mit aussergewöhnlich harten wirtschaftlichen Sanktionen in die Knie zu zwingen. Dazu zählt, die Zentralbank vom Ausland abzuschneiden. Seit Ende Februar sind ihre im Ausland deponierten Fremdwährungsreserven eingefroren.

Der ganze Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Abonnieren Bereits abonniert?