Märkte / Derivate

Kampf um seltene Erden

Die Zeichen verdichten sich, dass China die wichtigen Metalle als Druckmittel einsetzen wird.

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China zeigt keine Zeichen einer Entspannung. Während Washington primär mit Strafzöllen und politischem Druck operiert, hat Peking – neben dem Verkauf von US-Staatsanleihen und einer Abwertung des Yuans – ein neues Druckmittel ins Spiel gebracht: Die Möglichkeit, die Versorgung der USA mit seltenen Erden zu unterbrechen – mit Metallen also, die zurzeit grösstenteils in China gefördert werden und aus vielen wichtigen Anwendungen nicht mehr wegzudenken sind.

Zwar hat Peking diese Drohung bisher noch nicht explizit ausgesprochen. Die Zeichen verdichten sich jedoch, dass China die Metalle tatsächlich als Druckmittel einsetzen könnte. Der Besuch von Staatschef Xi Jinping bei JL MAG Rare-Earth, einem Produzenten von seltenen Erden, wurde von Beobachtern bereits als deutlicher Fingerzeig interpretiert. Zudem erklärte ein Sprecher des Handelsministeriums am Donnerstag, man werde nicht akzeptieren, dass Produkte, die mit seltenen Erden aus China gefertigt würden, gegen China eingesetzt würden. Und die Nachrichtenagentur Bloomberg meldete mit Verweis auf Insider, die chinesische Regierung habe bereits konkrete Pläne vorbereitet, den Export der seltenen Erden zu beschränken.

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Leser-Kommentare

Willy Huber 04.06.2019 - 14:01

Höchste Zeit, dass sich andere Länder/Nationen/Bergbauunternehmen um den Abbau von industriell wichtigen seltenen Erden kümmern, auch wenn das offenbar bezüglich Umweltverschmutzung eher schwierig ist: Das muss man doch in den Griff bekommen können? Oder will man sich lieber zum Sklaven China’s Grossmachtsstrebens machen?