Unternehmen / Schweiz

Kann Temenos liefern?

Am Anbieter von Bankensoftware scheiden sich die Geister. Die Aktien haussieren trotzdem.

Nach einem desolaten Coronajahr, in dem Temenos den Umsatz mit Softwarelizenzen wegschmelzen sah, kommt nun die Rückkehr zur Normalität. Aber nicht nur das. Neue, im Februar publizierte Mittelfristziele für den Zeitraum bis 2025 gehen von rasantem Wachstum aus, bei besserer Profitabilität als bisher. Und das trotz Umstellung auf ein Umsatzmodell, das Cloud-Subskriptionen stärker gewichtet, was die Margen zunächst typischerweise belastet.

Seit dem Tiefpunkt während des Pandemiejahres Anfang November, als die Temenos-Aktien kurzzeitig auf 97 Fr. abrutschten, haben sie fast 47% zugelegt. Aktuell notieren sie mit rund 143 Fr. auf Vorkrisenniveau. Viele Investoren scheinen den Optimismus des Temenos-Managements also zu teilen. Aber nicht alle. Namhafte Marktteilnehmer wie Morgan Stanley, UBS oder Baader Helvea sind skeptisch. Ihre Analysten sehen mit 107, 98 und 60 Fr. deutlich niedrigere Kursziele. Diese stark divergierenden Beurteilungen verunsichern.

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