Die kantonalen Schulden pro Kopf der Bevölkerung sind – übers Ganze betrachtet – mässig und nicht extrem ungleich verteilt. Das Kantonshandbuch Schweiz von Credit Suisse,  das eine Beurteilung der Kreditqualität der 26 Kantone sowie von sechs Städten umfasst, zeigt in der Ausgabe 2021, dass dieser Wert in nur fünf Kantonen fünfstellig ist und ­damit über dem Durchschnitt von knapp 10’000 Fr. liegt; der Median beträgt denn auch rund 7’500 Fr. Die Belastungen im Pandemiejahr 2020 haben das Bild nicht entscheidend verändert. Etwas auffällig sind die Schulden pro Kopf einzig im Kanton Genf. Die Schulden pro Kopf in Zug und im Jura sind fast gleich hoch – doch der durchschnittliche Verdienst in Zug ist viel höher (und die Steuern erheblich geringer). Eine vorbildliche Finanzpolitik betreibt der Aargau. Die Kantonsschulden pro Kopf bilden nicht einfach die Finanzkraft bzw. -schwäche eines Standes ab: Die Nettozahler im interkantonalen Finanzausgleich sind Basel-Stadt, Genf, Nidwalden, Obwalden, Schwyz, Zug und Zürich. Die Gewinnausschüttung der Schweizerischen Nationalbank von 6 Mrd. Fr. (2020) ging regelkonform zu einem Drittel an den Bund und zu zwei Dritteln an die Kantone; die Verteilung unter den ­Kantonen richtet sich nach der Wohnbevölkerung. Die meisten Kantone budgetieren ganz oder teilweise ohne diesen Zuschuss, was ihnen «Luft nach oben» verschafft.