Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Finanzkrise: 10 Jahre danach
Märkte / Derivate

Kapital ohne Schutz

Die Kapitalschutzzertifikate von Lehman Brothers schaden der Derivatbranche bis heute.

Der Schock für den Schweizer Derivatmarkt: «2008 mit der Lehman-Krise kamen Anleger zu Schaden, die keine Risiken eingehen wollten. Das war eine neue Dimension», sagte der damalige Bankenombudsmann Hanspeter Häni 2013 in einer Rückschau im Radio SRF. In früheren Krisen seien jeweils «mehr oder weniger aufgeklärte Anleger zu Schaden gekommen, die eigentlich wussten, dass sie Risiken eingehen». Häni ging nach zwanzig Jahren Amtszeit 2013 in Pension und will heute nicht mehr öffentlich über seine frühere Arbeit sprechen.

Die 2008 erstmals betroffene Anlegerkategorie habe die Ombudsstelle als «Sparer im engeren Sinn» bezeichnet, führte Häni im Radiointerview aus. «Sie wollten wirklich kein Risiko eingehen, hatten von nichts eine Ahnung und investierten zumeist auf aktives Anraten der Bank.» An sich seien die Anlageprodukte schon risikolos gewesen, sagte Häni. Es habe einfach niemand damit gerechnet, dass solch eine Bank Konkurs gehen könnte. «Dann ist es anders herausgekommen.»

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