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Kartellwächter nehmen AT&T-Deal erneut ins Visier

Die US-Wettbewerbshüter lassen nicht locker. Die Megafusion von AT&T und Time Warner wird nochmals vor Gericht angefochten.

(Reuters/CG) Der Streit über den Kauf der CNN-Mutter Time Warner durch den Telecomkonzern AT&T geht in eine neue Runde. Das US-Justizministerium kündigte am Donnerstag an, gegen ein Urteil in Berufung zu gehen, mit dem die 85 Mrd. $ schwere Übernahme genehmigt wurde.

Das Ministerium hatte AT&T aus kartellrechtlichen Gründen verklagt, unterlag jedoch in dem Prozess. Nach Darstellung der Behörde würde der Zusammenschluss den Verbrauchern schaden. Auch US-Präsident Donald Trump hat sich gegen den Kauf ausgesprochen.

AT&T zeigte sich am Donnerstag von der Entscheidung überrascht. Das Urteil sei sorgfältig, tatsachenbezogen und gut begründet gewesen, sagte Firmenjustitiar David McAtee. Ein Sprecher des Ministeriums gab keine Stellungnahme ab.

An Wallstreet sorgt die Hartnäckigkeit der Wettbewerbshüter für Verunsicherung. Die Aktien von AT&T verloren im nachbörslichen Handel über 1%. Der Konzern hatte den Kauf von Time Warner bereits im Juni abgeschlossen. Auch die Titel des Medienhauses Twenty-First Century Fox, um das sich Disney und Comcast derzeit einen Bieterkampf liefern, gaben nach.

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