Unternehmen / Ausland

Kassensturz im US-Detailhandel

Branchenriesen wie Wal-Mart, Target oder Best Buy haben die Konjunkturerholung überschätzt. Nun droht eine unerfreuliche Abrechnung.

Eigentlich sollten die amerikanischen Einzelhändler guter Dinge sein. Dank des milden Sommerwetters herrschten in den letzten Wochen ideale Bedingungen für Shopping, und die neusten Meldungen zum Konsumklima klingen ermutigend: Der Index der Universität Michigan wie auch der Index des Conference Board signalisieren, dass die Stimmung unter den Verbrauchern seit der Finanzkrise noch nie so gut war wie im August. Auch ist die Arbeitslosenquote seit Ende 2013 überraschend schnell auf 6,2% gesunken, was optimistisch für das zweite Halbjahr stimmen müsste.

Dennoch ist die Lage in der Branche angespannt. Es läuft der Endspurt im Back-to-School-Verkauf, in der zweitwichtigsten Shoppingsaison des Jahres. Am Dienstag sind die Sommerferien vorbei, womit sich Eltern während des langen Labor-Day-Wochenendes eine letzte Gelegenheit bietet, ihre Kinder mit Utensilien für das neue Schuljahr auszustatten und sich selbst das eine oder andere Extra zu gönnen. Um das Geschäft anzukurbeln, liefern sich die Einzelhändler einen erbitterten Preiskampf. Besonders aggressiv geht beispielsweise Staples mit der 110%-Garantie vor: Gibt es einen Artikel andernorts billiger, kommt der Büromaterialhändler nicht nur für die Differenz auf, sondern gibt sogar noch 10% Rabatt.

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