Märkte / Makro

Kauflaune in Eurozone trübt sich ein

Die Konsumenten im Euroraum haben weniger konsumiert. Das Barometer fällt auf –15,5 Zähler.

(Reuters) Die Kauflaune der Konsumenten im Euroraum hat sich im Oktober eingetrübt. Das Barometer für das Konsumentenvertrauen sank um 1,6 Punkte auf minus 15,5 Zähler, wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Daten der EU-Kommission hervorgeht. Von Reuters befragte Ökonomen hatten einen Rückgang auf minus 15,0 Punkte erwartet. Das Barometer tendiert unter seinem langjährigen Durchschnitt von minus 11,2 Punkten.

In Deutschland hatte sich laut Umfrage der Nürnberger Marktforscher der GfK (DE0005875306EUR 47.19 -0.01%) die Konsumentenstimmung zuletzt ebenfalls eingetrübt – auch wegen Sorgen vor einem erneuten Lockdown angesichts rasant steigender Infektionszahlen. In anderen Staaten der Eurozone wie etwa Spanien und Frankreich wütet die Pandemie jedoch noch weit stärker.

Die Währungsunion war im zweiten Quartal wegen der Corona-Krise im Rekordtempo geschrumpft. Der konjunkturelle Ausblick für Europa bleibt nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds mau. Dieses Jahr dürfte die Wirtschaft in der Eurozone demnach um 8,3% schrumpfen, 2021 dürfte es dann um 5,2% bergauf gehen.

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