Unternehmen / Gesundheit

Kauft Roche zu?

Der US-Gesundheitskonzern Johnson & Johnson will das Diagnostikgeschäft verkaufen. Mitbieten könnte unter anderem Roche. Auf Anfrage von FuW wollte Roche die Marktgerüchte aber nicht kommentieren.

Der US-Gesundheitskonzern Johnson & Johnson treibt den Verkauf seines Diagnostikgeschäfts offenbar voran. Betroffen ist die Einheit Ortho-Clinical Diagnostics. Gemäss einer Meldung von Reuters, die sich auf Insider beruft, verhandle J&J derzeit mit mehreren potenziellen Interessenten über das Geschäft mit Bluttests. Der Wert der Sparte wird auf 5 Mrd. $ geschätzt. Mitbieten könnte unter anderem Roche, die als Marktführerin in dem Bereich gilt. Auf Anfrage von FuW wollte Roche die Marktgerüchte nicht kommentieren.

Für Roche zu wenig innovativ

Der Leiter von Roche Diagnostik, Roland Diggelmann, sagte noch im Mai an einer Investorenkonferenz von J.P. Morgan, dass sich Roche in der Diagnostik eher auf Zukäufe konzentrieren werde, die neue Technologien einbringen würden. Auch würde sich ein Zukauf eher im Bereich der mittleren und kleineren Unternehmen anbieten. Marktzugang sei dagegen weniger wichtig. Demnach passt Ortho-Clinical Diagnostics mit ihrem traditionellen Portfolio an Tests zur Bestimmung der Blutgruppe eines Patienten oder zur Untersuchung des Blutes auf Viren wie HIV und Hepatitis C her nicht ins Beuteschema von Roche, die in diesem Bereich bereits gut positioniert ist. Der globale Markt für diese Bluttests erreicht laut dem Marktforschungsinstitut Frost & Sullivan ein Volumen von 46 Mrd. $ und wächst jährlich mit 6 bis 7%. Roche kommt in diesem Geschäft auf einen Marktanteil von 20%, gefolgt von Siemens, Abbott Laboratories und Danaher.

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