Unternehmen / Schweiz

Kaum Infektionen des Goodwill

Nur wenige Unternehmen mussten ihre immateriellen Vermögen bisher abwerten. Die Pandemie ist aber nicht vorbei.

Die Bilanzen vieler Unternehmen enthalten immaterielle Vermögenswerte. Der Goodwill ist dabei mitunter die grösste Position. Am Anfang der Coronapandemie stellte sich die Frage, welche Unternehmen ihren Goodwill wegen der negativen Wirkungen der weltweiten Lockdowns im Laufe des Jahres abwerten müssen.

Goodwill ist eine Wette auf künftige Erträge aus nicht bewertbaren ideellen Werten wie die Kenntnisse der Mitarbeiter oder die Marktposition. Goodwill entsteht bei Akquisitionen und darf weder nach den Regeln des IFRS noch denen des US-Gaap periodisch abgeschrieben werden. 

Test auf Stichhaltigkeit

Mindestens einmal im Jahr müssen die Unternehmen mit einem Impairment-Test prüfen, ob die ursprünglichen Annahmen zur Ermittlung des bei einer Akquisition verbuchten Goodwills noch stichhaltig sind. Sind sie das nicht, muss ein entsprechender Teil des Goodwills abgeschrieben werden. Ausserplanmässige Prüfungen werden von den Unternehmen verlangt, wenn besondere Ereignisse eintreten – sogenannte Triggering Events – wie zum Beispiel die Coronapandemie.  Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?