Unternehmen / Finanz

KB im Abwärtssog der Märkte

Kantonalbanken haben schon vor der Coronakrise an mehreren Fronten kämpfen müssen. Jetzt wird ihnen auch noch die schwache Börse zur Last.

Kantonalbanken haben es nicht leicht. Das tiefe Zinsumfeld macht ihnen seit Jahren zu schaffen, hohe Kosten, Digitalisierung und die Regulierungsdichte tun ihr Übriges. Zwar schreiben viele von ihnen stetig mehr Gewinn. Ohne starkes Wachstum wäre das aber kaum möglich. Die rasante Preisentwicklung am Immobilienmarkt hat die Bilanzen aufgebläht und den tiefen Zinsen etwas entgegengewirkt. Doch das genügt nicht.

Um den Druck zu nehmen, diversifizieren sich die Kantonalbanken immer stärker vom Zinsgeschäft weg. Im Fokus steht dabei das Anlagegeschäft. «Die Retailbanken haben in den vergangen Jahren alle versucht, das Provisionsgeschäft zu forcieren», sagt ZKB-Bankanalyst ­Michael Kunz. Bei über der Hälfte der kotierten Kantonalbanken machten per Ende 2019 Kommissionen, die vom Anlagegeschäft getrieben werden, mehr als 20% der Erträge aus, bei zwei Banken betrug der Anteil gar rund ein Drittel. 

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