Während die Börsen die Aussicht auf sinkende Leitzinsen und den Waffenstillstand im sino-amerikanischen Handelskrieg feiern, geht es mit der Konjunktur weiter bergab. Das geht aus den Juni-Umfragen unter den Chefeinkäufern von Industrieunternehmen hervor, deren Ergebnisse zum Industrie-Einkaufsmanagerindex (Purchasing Managers Index, PMI) zusammengefasst werden. Der globale, nach Wirtschaftskraft der Länder gewichtete PMI ist im Juni von 49,8 auf 49,4 gesunken. Das ist der tiefste Stand seit 2012.

Ein PMI von 50 bedeutet keine Veränderung zum Vormonat. Werte über 50 signalisieren eine Verbesserung und damit Wachstum im Industriesektor, Werte darunter stehen für eine nachlassende Geschäftsaktivität. Fünfzehn der 22 wichtigsten regionalen Industrie-PMI haben sich gegenüber Mai verschlechtert. Ebenso viele liegen mittlerweile unterhalb der Wachstumsmarke, so viele wie seit sieben Jahren nicht mehr. Wenn der Index eines Landes über 50 notiert, dann kaum mehr als um 2 Punkte.

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