Märkte / Derivate

Kein Ende der Soja-Rally in Sicht

Die hohen Sojapreise dürften Bestand haben. Grund ist das schlechte Wetter in Südamerika.

Noch nie waren mehr Felder mit Soja besät als heute. Der Ertrag pro Quadratmeter wurde seit Mitte der Siebzigerjahre verdoppelt. Im vergangenen Erntejahr kamen 366 Mio. Tonnen Soja zusammen – ein neuer Rekord –, und im laufenden Jahr sollen es noch mehr werden.

Doch es herrscht keineswegs ein Überangebot am Markt, im Gegenteil. Folgt man der Preisbewegung, scheint die kleine Bohne knapp zu werden. Seit November haben die Futures-Kontrakte mehr als 30% zugelegt. Ein Scheffel Soja (27,2 kg) kostet wieder 16 $, so viel wie zuletzt im Mai. Anders als vor acht Monaten werde der hohe Preis allerdings Bestand haben, prognostizieren mehrere Rohstoffexperten. Das ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass die gleiche Menge der Hülsenfrucht jahrelang für einen einstelligen Dollarbetrag zu haben war.

Wetter spielt verrückt

Wie so oft bei Agrarprodukten liegt ein Grund für die Nervosität unter den Händlern beim Wetter. Es war in den vergangenen Monaten ausgesprochen schlecht, besonders in Südamerika, wo mehr als die Hälfte des globalen Soja wächst.

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