Unternehmen / Finanz

Kein «goldener Fallschirm» für Ex-Credit-Suisse-Präsidenten

Einem Insider zufolge erhält der Ex-CS-Präsident nach seinem Rücktritt rund 3,5 Mio. Fr. für seine Amtszeit.

(Reuters) Der zurückgetretene Credit-Suisse-Verwaltungsratspräsident Antonio Horta-Osorio erhält einem Insider zufolge für seine Amtszeit rund 3,5 Mio. Fr. Nach seinem Ausscheiden bei der Schweizer Grossbank habe er keinen Anspruch auf eine Zahlung über seine üblichen Bezügen hinaus, sagte der Insider am Mittwoch Reuters. Horta-Osorio hatte am Sonntag abrupt sein Amt niedergelegt, nachdem er Corona-Quarantänevorschriften in Grossbritannien und der Schweiz missachtet hatte. Sein jährliches Gehaltspaket entsprach den rund 4,5 Mio. Fr. seines Vorgängers Urs Rohner. Davon erhalte er drei Viertel, entsprechend der rund neun Monate, die er bei Credit Suisse (CSGN 5.42 +0.07%) gearbeitet hatte, sagte die mit dem Vorgang vertraute Person. Credit Suisse lehnte eine Stellungnahme ab.

Leser-Kommentare

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Markus Fischer 19.01.2022 - 16:18
Für ein Unternehmen mit einer Börsenkapitalisierung von nur noch knapp 25 Mrd. Franken sind solch hohe Vergütungen im VR (VRP 4.5 Mio.!) wie auch im Topmanagement mE. nicht angebracht. Erst recht nicht, wenn man den Kurszerfall der Aktie über die letzten 10 Jahre (ca. 80%) mit berücksichtigt und die in dieser Zeit gekürzte Dividende. Hier müsste mal rigoros der Hebel… Weiterlesen »
c.schmoele 19.01.2022 - 17:23

Danke, daß es endlich ausgesprochen wird, Volltreffer!

Peter Wigant 20.01.2022 - 00:04

Die Hölle wird zufrieren, bevor sich bei den Vergütungen etwas ändert.
PW