Es ist eine dramatische Zahl: Die Uno projiziert, dass die Bevölkerung Afrikas in den nächsten zwanzig Jahren von momentan 1,2 auf 2,1 Mrd. Menschen wächst – also um 900 Mio. Bis zum Jahr 2050 soll sie sich verdoppeln. Zum Vergleich: Die Bevölkerung ganz Europas hat nach Projektionen mit gut 740 Mio. Einwohnern das Maximum schon bald überschritten.

Das schnelle Bevölkerungswachstum macht Angst vor einer Migrationswelle aus Afrika. Für viele Warner ist die Flüchtlingskrise Deutschlands im Jahr 2015 das Negativbeispiel schlechthin. Wenn Verwaltung und Politik angesichts von knapp 900 000 Flüchtlingen fast kapitulieren, wie soll dies erst bei Millionen funktionieren?

«Emigration ist für Menschen
nur eine von vielen Optionen.»

Matthias Lücke, Migrationsökonom am Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel, meint dagegen: «Nur weil die Bevölkerung in einem Land wächst, müssen nicht überproportional viele Menschen auswandern.» Migration müsse man als System von verschiedenen Faktoren verstehen: «Die Menschen leben in wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhängen. Emigration ist nur eine Option.» Die Zukunftsperspektive sei wichtig: «Wer gute Aussichten für sich und seine Kinder hat, der macht sich nicht auf einen risikoreichen Weg.»

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Daniel Haase 26.12.2018 - 09:08

Deutschland Jahrgang 2017
Quelle: Statistisches Bundesamt, welt.de

ca. 600.000 Geburten mit dt. Mütter
ca. 180.000 Geburten ausl. Mütter
>500.000 Nettoeinwanderung Ausl.
ca. 120.000 Nettoauswanderung Deutscher
Summe:
Im Jahrgang 2017 netto:
ca. 480.000 Deutsche und
ca. 680.000 Ausländer.