Unternehmen / Schweiz

Keine Angst vorm starken Franken

Wenn der Franken sich langsam aufwertet, können Unternehmen reagieren. Die Parität zum Euro verliert ihren Schrecken.

Noch vor einigen Jahren schrillten bei Schweizer Finanzchefs die Alarmglocken, weil sich der Euro rasch der Parität zum Franken näherte. Derzeit tut er das wieder, aber deutlich langsamer. Das nimmt dem Szenario viel von seinem Schrecken. Die Unternehmen haben gelernt, mit einem über längere Zeiträume erstarkenden Franken umzugehen. Ausserdem hat der markante Inflationsunterschied zum Euroraum einen ausgleichenden Effekt. (Vgl. Text ganz unten: Eine Frankenstärke ohne ernsthafte Folgen)

Im Kampf gegen den starken Franken, der Schweizer Produkte im Ausland teurer macht, setzen die betroffenen Gesellschaften vor allem auf den Einkauf von Rohstoffen oder Vorprodukten im Euroland. An zweiter Stelle rangiert die Absicherung von Wechselkursrisiken über Finanzprodukte. Drittens hat der Standort Schweiz spezifische Vorteile wie tiefe Kapitalkosten und einen flexiblen Arbeitsmarkt, die Unternehmen den Ausgleich von wechselkursbedingten Nachteilen erlauben.

Frankenstärke gekonnt pariert

Industrieunternehmen wie SFS, aber auch der Milchverarbeiter Emmi nutzen nach eigenen Angaben gezielt den Einkauf von Rohstoffen und Vorprodukten in demjenigen Währungsraum, gegenüber dessen Währung sie sich absichern möchten. Beide erzielen ihren Umsatz zudem in vielen Währungsräumen, was das Gewicht der Eurozone senkt. Vor allem SFS hat in Nordamerika und Asien deutlich zugelegt.

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