Märkte / Rohstoffe

Keine G-7-Entscheidung zu Goldembargo

Die sieben führenden Industriestaaten können sich offenbar nicht final über ein Embargo auf neue Importe von russischem Gold einigen.

(Reuters) Die G-7-Staaten werden sich nach Angaben des deutschen Bundeskanzlers Olaf Scholz nicht abschliessend auf ein Goldembargo gegen Russland verständigen können. Dies müsse erst noch in der EU debattiert werden, sagte er im ARD.

In einer am Sonntag verbreiteten Erklärung der britischen Regierung vor Beginn des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der G-7-Gruppe auf Schloss Elmau in Bayern hiess es eigentlich, dass die G-7-Staaten neue Importe von russischem Gold wegen des Krieges gegen die Ukraine unterbinden wollen. Das Verbot hätte bereits in Kürze in Kraft treten und sowohl für neu abgebautes als auch für veredeltes Gold gelten sollen. Zuvor exportiertes Gold russischer Herkunft wäre davon nicht betroffen gewesen. Die USA hatten bereits mitgeteilt, dass sie kein Gold mehr aus Russland importieren wollen.

Die G-7-Staats- und Regierungschefs beraten bis Dienstag auf Schloss Elmau bei Garmisch-Partenkirchen. Im Zentrum des Gipfels unter deutscher Präsidentschaft steht der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Zu der Gruppe gehören die USA, Grossbritannien, Frankreich, Italien, Japan, Kanada und Gastgeber Deutschland.

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