Märkte / Makro

«Keine Geschenke für die Schweiz»

José Manuel Barroso, ehemaliger EU-Kommissionspräsident, warnt vor langen Verhandlungen über das Rahmenabkommen mit der Europäischen Union.

Er zögert keine Sekunde mit seiner Aussage: «Der Bundesrat hat es verpasst, das Rahmenabkommen mit der Europäischen Union abzuschliessen, bevor die Briten Ja zum Brexit gesagt haben», erklärt José Manuel Barroso im Gespräch mit «Finanz und Wirtschaft» am Rande einer Veranstaltung an der Londoner City University, wo er als Redner auftritt. Kaum einer kennt die EU besser als der 62-jährige Portugiese, er amtierte eine Dekade lang als EU-Kommissionspräsident und damit als höchster Europäer.

Ursprünglich wollte die Schweizer Regierung das Abkommen bis Ende Jahr unter Dach und Fach bringen. Erst kürzlich hat Bundesrätin Doris Leuthard in einem FuW-Interview die Erwartungen zurückgenommen. «Wir hoffen weiterhin, dass wir noch dieses Jahr eine Lösung finden, aber Zeitdruck haben wir nicht», sagte die Verkehrsministerin. Sie verwies darauf, dass Jean-Claude Juncker, der Nachfolger von Barroso als EU-Kommissionspräsident, bis nächsten Mai im Amt sei.

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