Märkte / Makro

Keine Pause im globalen Handelsstreit

Die Chancen auf ein Abkommen zwischen den USA und China sind gestiegen. Gleichzeitig haben sich jedoch die Differenzen mit der EU verschärft.

Stets im globalen Handelskonflikt die Übersicht zu wahren, ist ein schwieriger Job. Kaum scheint sich an einer Front die Situation zu beruhigen, werden anderswo die Streitigkeiten wieder intensiviert. Noch Ende letzter Woche zeigte sich US-Präsident Donald Trump zuversichtlich, über die kommenden vier Wochen ein «gewaltiges» Abkommen mit China abschliessen zu können. Inzwischen hat sich Trump stattdessen die Europäische Union (EU) zur Brust genommen und neue Strafzölle auf Importe in der Höhe von 11 Mrd. $ angedroht.

Bis tatsächlich – wenn überhaupt – solche Abgaben auf EU-Güter in Kraft gesetzt würden, dürften allerdings noch einige Monate vergehen. Als Rechtfertigung führt die US-Regierung ein Urteil der Welthandelsorganisation WTO ins Feld, wonach die EU den europäischen Flugzeugbauer Airbus unrechtmässig subventioniert habe – letztlich zu Ungunsten des amerikanischen Konkurrenten Boeing. Strafzölle werden deshalb frühestens dann fällig, wenn die WTO das Verdikt in den Sommermonaten definitiv bestätigt.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare